Zahnersatz an einem Tag in Düsseldorf – Ihre Keramikkrone in nur einer Sitzung

Morgens mit einem defekten Zahn in die Praxis, nachmittags mit der fertigen Vollkeramikkrone wieder heraus – ohne Abformmasse, ohne Provisorium, ohne zweiten Termin. In unserer Zahnarztpraxis in Düsseldorf-Golzheim fertigen wir Kronen, Inlays und Teilkronen mit dem CEREC-System direkt vor Ort. Sie können der Fräse dabei sogar zusehen.

Ein größerer Defekt am Zahn bedeutete früher fast automatisch: mehrere Termine über Wochen verteilt, eine unangenehme Abformung mit zäher Masse im Mund, ein Provisorium, das beim Kaugummi verloren geht, und dazwischen die Ungewissheit, wie das Ergebnis am Ende aussieht. Die digitale Zahnheilkunde hat diesen Ablauf grundlegend verändert. Heute lässt sich in vielen Fällen die gesamte Versorgung – von der Diagnose über die Herstellung bis zum endgültigen Einsetzen – in einem einzigen Termin abschließen.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie das funktioniert, für welche Zähne und Befunde sich das Verfahren eignet, wo seine Grenzen liegen, was es kostet und was Ihre Krankenkasse dazu beiträgt.

Was bedeutet „Zahnersatz am selben Tag“ konkret?

Der Begriff beschreibt ein computergestütztes Verfahren, das in der Fachsprache CAD/CAM heißt – Computer Aided Design und Computer Aided Manufacturing. Übersetzt: Der Zahnersatz wird am Bildschirm konstruiert und anschließend von einer Maschine aus einem Rohling herausgearbeitet.

Das bekannteste und am längsten erprobte System dieser Art ist CEREC, das seit den 1980er-Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wird und heute in Praxen weltweit im Einsatz ist. Der entscheidende Unterschied zum klassischen Weg liegt im Wegfall des externen Dentallabors. Statt einen physischen Abdruck per Kurier in ein Labor zu schicken, dort ein Gipsmodell gießen und daraus über mehrere Arbeitsschritte eine Restauration anfertigen zu lassen, entsteht die Versorgung bei uns im Haus.

Das spart nicht nur Zeit, sondern eliminiert auch mehrere klassische Fehlerquellen: das Verziehen der Abformmasse beim Transport, Ungenauigkeiten beim Ausgießen des Modells, Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Praxis und Labor. Wichtig zur Einordnung: „Zahnersatz an einem Tag“ meint in diesem Zusammenhang festsitzende Einzelzahnversorgungen – also Kronen, Teilkronen, Inlays, Onlays und Veneers sowie kleinere Brücken.

Es geht nicht um komplette Gebisssanierungen oder um Implantate, die noch am selben Tag mit einer endgültigen Krone versorgt werden. Beides sind eigene Behandlungskonzepte mit anderen Voraussetzungen und Zeitplänen.

Für welche Befunde eignet sich das Verfahren?

Ein einzeitig gefertigter Keramikzahnersatz kommt immer dann in Betracht, wenn ein Zahn zu stark geschädigt ist, um ihn mit einer Füllung dauerhaft zu versorgen, gleichzeitig aber noch genügend gesunde Zahnsubstanz für eine Verankerung vorhanden ist. Typische Situationen:

Große Kariesdefekte

Wenn Karies große Teile der Kaufläche zerstört hat und eine Füllung schlicht zu wenig Halt hätte, ist eine Teilkrone oder ein Inlay die stabilere Wahl. Anders als eine plastische Füllung wird die Keramikrestauration außerhalb des Mundes exakt geformt – die Kaufläche kann dadurch anatomisch präziser gestaltet werden.

Abgebrochene Zahnecken und Höcker

Ein Höckerbruch am Backenzahn passiert oft beim Kauen auf etwas Hartem – ein Olivenkern, ein Stück Knochen im Gulasch. Der Zahn ist dann meist nicht schmerzhaft, aber scharfkantig und geschwächt. Hier lässt sich der fehlende Teil keramisch ersetzen, ohne den ganzen Zahn rundum beschleifen zu müssen.

Zähne nach einer Wurzelbehandlung

Ein wurzelbehandelter Zahn ist spröder als ein vitaler Zahn, weil ihm die Flüssigkeitsversorgung fehlt und in aller Regel viel Substanz entfernt wurde. Eine überkuppelnde Versorgung schützt ihn vor Längsfrakturen – und die sind meist gleichbedeutend mit dem Verlust des Zahns. Diese Absicherung sollte nicht wochenlang aufgeschoben werden, was für die einzeitige Versorgung spricht.

Alte, defekte Füllungen und Kronen

Amalgamfüllungen mit Randspalten, verfärbte Kunststofffüllungen, Kronen mit dunklem Rand am Zahnfleischsaum: Der Austausch gegen Vollkeramik verbessert Dichtigkeit und Erscheinungsbild in einem Schritt.

Ästhetische Korrekturen im Frontzahnbereich

Verfärbte, leicht rotierte oder in der Form unbefriedigende Frontzähne lassen sich mit Veneers – hauchdünnen Keramikschalen – korrigieren. Ob dafür der einzeitige Weg oder eine labortechnisch aufwendigere Lösung besser passt, klären wir im Beratungsgespräch. Bei rein farblichen Veränderungen ist übrigens oft schon eine professionelle Zahnaufhellung die schonendere und günstigere Option.

Auch für ängstliche Patientinnen und Patienten

Wer Zahnbehandlungen als belastend erlebt, profitiert doppelt: Ein Termin statt zwei bedeutet einmal Anspannung statt zweimal. Und der Würgereiz beim klassischen Abdrucklöffel entfällt vollständig – für viele Menschen der unangenehmste Teil einer Kronenbehandlung überhaupt. Das gilt genauso für unsere jüngeren Patientinnen und Patienten in der Kinderbehandlung.

Der Ablauf: von der Untersuchung bis zum fertigen Zahn

Rechnen Sie je nach Umfang mit etwa 90 bis 150 Minuten in der Praxis. Werden mehrere Zähne gleichzeitig versorgt, verlängert sich die Zeit entsprechend – oft aber weniger stark, als man vermuten würde, weil Scan und Konstruktion parallel für mehrere Zähne erfolgen können.
  • Schritt 1

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    Untersuchung und Behandlungsplanung

    Zuerst schauen wir uns den Zahn und seine Nachbarn genau an: Wie viel Substanz ist noch vorhanden? Ist die Wurzel gesund? Wie steht es um das Zahnfleisch? Bei Bedarf fertigen wir ein Röntgenbild an. Erst danach entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welche Versorgungsform die richtige ist – manchmal ist das eben doch eine Füllung, manchmal eine Krone, gelegentlich auch die Empfehlung, den Zahn zunächst wurzelzubehandeln.

  • Vorbereiten des Zahns

    Unter lokaler Betäubung entfernen wir Karies und altes Füllungsmaterial vollständig und formen den Zahn so, dass die spätere Keramik überall die nötige Materialstärke hat. Hier gilt ein Grundsatz, der uns wichtig ist: so wenig Substanz opfern wie möglich. Moderne Klebetechnik erlaubt deutlich zahnschonendere Präparationen, als es bei metallgestützten Kronen früher nötig war. Eine Teilkrone, die nur den defekten Bereich ersetzt und gesunde Wände stehen lässt, ist einer Rundum-Krone fast immer vorzuziehen.

    Tools Tools

    Schritt 2

  • Schritt 3

    Camera Camera

    Digitaler Abdruck mit dem Intraoralscanner

    Statt Abformmasse führen wir eine kleine Kamera an Ihren Zähnen entlang. Sie tastet die Oberflächen berührungslos ab, und auf dem Monitor wächst in Echtzeit ein dreidimensionales Modell Ihres Kiefers. Der Vorgang dauert wenige Minuten, ist völlig schmerzfrei und löst keinen Würgereiz aus. Sie sehen dabei zu.

    Ein Nebeneffekt, den viele schätzen: Sie sehen Ihre eigenen Zähne zum ersten Mal so, wie wir sie sehen – vergrößert, dreidimensional, von allen Seiten. Das macht Befunde nachvollziehbar, die sonst Erklärungssache bleiben.

  • Konstruktion am Bildschirm

    Auf Basis des Scans konstruieren wir Ihre Restauration digital. Die Software schlägt anhand der Nachbarzähne und der Gegenbezahnung eine Kauflächengestaltung vor, die wir anschließend manuell verfeinern: Höckerform, Randverlauf, Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen, Verzahnung mit dem Gegenkiefer. Auch hier können Sie mitschauen und Wünsche äußern – gerade im sichtbaren Bereich ist das wertvoll.

    Monitor Monitor

    Schritt 4

  • Schritt 5

    Cog Cog

    Fräsen im praxiseigenen Labor

    Der fertige Datensatz geht an die Schleifeinheit in unserem hauseigenen Labor. Dort wird Ihre Restauration aus einem industriell vorgefertigten Keramikblock herausgearbeitet – je nach Größe und Material dauert das etwa 10 bis 20 Minuten. Diamantbestückte Werkzeuge arbeiten dabei in einer Präzision im Bereich weniger Mikrometer, also feiner, als es von Hand erreichbar wäre.

    Bei bestimmten Materialien folgt anschließend ein Brenn- oder Sintervorgang im Ofen, der die endgültige Festigkeit und Farbe erzeugt. Diesen Prozess nutzen wir außerdem, um individuelle Farbnuancen und Oberflächenstrukturen einzubringen, damit der Zahn nicht wie ein Fremdkörper wirkt.

  • Einprobe und adhäsives Einsetzen

    Wir setzen die Restauration zunächst probeweise ein und prüfen Passung, Kontaktpunkte, Farbe und Biss. Passt alles, wird sie adhäsiv befestigt – also mit einem Spezialkleber, der eine echte chemische und mikromechanische Verbindung zwischen Keramik und Zahnsubstanz herstellt. Das ist mehr als „festkleben“: Der Verbund macht den Zahn wieder zu einer stabilen Einheit und trägt maßgeblich zur Langlebigkeit bei. Wichtig ist dabei absolute Trockenheit im Arbeitsfeld, weshalb wir in der Regel mit Kofferdam arbeiten.

    Zum Abschluss kontrollieren wir den Biss in allen Bewegungsrichtungen und polieren nach. Danach können Sie sofort wieder essen und trinken – anders als bei einem Provisorium gibt es keine Einschränkungen.

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    Schritt 6

Welche Materialien wir einsetzen

Nicht jeder Zahn braucht dasselbe Material. Die Auswahl richtet sich nach Position im Kiefer, Kaubelastung, verbleibender Zahnsubstanz und ästhetischem Anspruch.

Lithiumdisilikat-Keramik

ist der Allrounder. Sie verbindet hohe Festigkeit mit sehr guten optischen Eigenschaften – Lichtdurchlässigkeit und Farbtiefe kommen dem natürlichen Zahnschmelz nahe. Für Einzelkronen, Teilkronen, Inlays und Veneers ist sie in den meisten Fällen unsere erste Wahl.

Zirkonoxid

ist deutlich bruchfester und kommt dort zum Einsatz, wo hohe Kräfte wirken: bei Patientinnen und Patienten mit ausgeprägtem Knirschen, bei Molaren mit geringer Restsubstanz oder bei kleineren Brücken. Optisch sind moderne, mehrschichtige Zirkonoxide inzwischen sehr überzeugend, wenngleich Lithiumdisilikat im Frontzahnbereich meist noch etwas natürlicher wirkt.

Hybridkeramiken

kombinieren Keramik mit einer Kunststoffmatrix. Sie sind etwas elastischer und dämpfen Kaukräfte ab, was bei bestimmten Befunden Vorteile bringt.

Alle Materialien sind metallfrei. Das ist relevant für Menschen mit Metallunverträglichkeiten, verhindert dunkle Ränder am Zahnfleischsaum und vermeidet die grauen Schatten, die metallgestützte Kronen durch dünnes Zahnfleisch hindurch manchmal erzeugen.
Zahnarzttermin

Die Vorteile im Überblick

  • Ein Termin statt zwei bis drei.

    Kein zweiter Anfahrtsweg, keine zweite Betäubung, keine zweite Freistellung von der Arbeit. Gerade für Berufstätige und Pendler ein handfester Gewinn.

  • Kein Provisorium.

    Provisorien lockern sich, brechen, verfärben und dichten den präparierten Zahn nur unvollständig ab. Wo sie entfallen, entfällt auch das Risiko von Zwischenfällen und Temperaturempfindlichkeit in der Wartezeit.

  • Keine Abformmasse.

    Der digitale Scan ist angenehmer, schneller und in der Regel präziser – vor allem bei ausgeprägtem Würgereiz ein echter Unterschied

  • Höhere Passgenauigkeit.

    Der digitale Workflow vermeidet die Volumenänderungen, die bei Abformmaterial und Gips systembedingt auftreten. Ein präziser Randschluss ist der beste Schutz vor Sekundärkaries.

  • Substanzschonendes Vorgehen.

    Klebeverbund statt mechanischer Verankerung bedeutet: Häufig genügt eine Teilkrone dort, wo früher eine Vollkrone nötig war.

  • Nachvollziehbarkeit.

    Sie sehen Scan, Konstruktion und Fertigung. Das schafft Vertrauen in eine Behandlung, die sonst weitgehend hinter den Kulissen stattfindet.

  • Reproduzierbarkeit.

    Ihre Scandaten bleiben gespeichert. Geht Jahre später etwas zu Bruch, lässt sich die Konstruktion nachvollziehen.

CAD CAM

Ehrlich betrachtet: wo die Grenzen liegen

Wir halten wenig von Verfahren, die als Lösung für alles verkauft werden. Ein einzeitiger Keramikzahnersatz ist ausgezeichnet – aber nicht universell.

  • Bei sehr hohen ästhetischen Ansprüchen im Frontzahnbereich kann eine individuell vom Zahntechniker geschichtete Verblendung dem Original noch näherkommen. Ein Oberkiefer-Schneidezahn neben einem intakten Nachbarzahn ist die anspruchsvollste Aufgabe der Zahnmedizin überhaupt. Hier besprechen wir offen, ob der zweizeitige Weg das bessere Ergebnis liefert.
  • Größere Brücken und weitspannige Versorgungen sowie herausnehmbarer Zahnersatz gehören in den klassischen labortechnischen Ablauf.
  • Bei stark zerstörten Zähnen unterhalb des Zahnfleischrands muss zunächst geklärt werden, ob der Zahn überhaupt erhaltungswürdig ist. Manchmal ist eine chirurgische Vorbehandlung nötig, manchmal die ehrliche Empfehlung zur Entfernung mit anschließender Implantatversorgung.
  • Bei entzündetem Zahnfleisch oder Parodontitis wird zuerst das Fundament saniert. Eine perfekte Krone auf einem entzündeten Zahnbett ist eine teure Fehlinvestition. In solchen Fällen beginnen wir mit einer professionellen Zahnreinigung und gegebenenfalls einer Parodontalbehandlung.
  • Bei Fehlstellungen ist Keramik das falsche Werkzeug. Wer schiefe Zähne mit Veneers „begradigen“ lässt, opfert gesunde Substanz für ein Problem, das sich mit einer kieferorthopädischen Zahnbegradigung ursächlich und schonender lösen ließe.

Wie lange hält so eine Versorgung?

Die Studienlage zu CAD/CAM-gefertigten Keramikrestaurationen reicht inzwischen über Jahrzehnte. Wir nennen Ihnen die Zahlen so, wie sie in der Fachliteratur stehen – differenziert nach Versorgungsart, denn die Unterschiede sind relevant.

Inlays, Onlays und Teilkronen

Die derzeit belastbarste Zusammenfassung ist eine Metaanalyse aus dem Journal of Dental Research, die 14 klinische Studien ausgewertet hat. Ergebnis: eine Überlebensrate von etwa 95 Prozent nach fünf Jahren (ausgewertet an 5.811 Restaurationen) und 91 Prozent nach zehn Jahren (2.154 Restaurationen). Häufigste Ursache für ein Versagen waren Frakturen oder Absplitterungen mit rund 4 Prozent, gefolgt von endodontischen Komplikationen mit etwa 3 Prozent und Sekundärkaries mit rund 1 Prozent. Ob Feldspat- oder Glaskeramik verwendet wurde und ob die Behandlung in einer Universität oder einer Privatpraxis stattfand, hatte statistisch keinen Einfluss auf das Ergebnis.¹

Die längste Beobachtung aus einer einzelnen Praxis stammt aus Deutschland: 1.011 CEREC-Restaurationen bei 299 Patientinnen und Patienten, eingesetzt zwischen 1987 und 1990 und über bis zu 18,3 Jahre dokumentiert. Die Erfolgswahrscheinlichkeit nach Kaplan-Meier lag nach 16,7 Jahren bei 84,4 Prozent; legt man als Maßstab an, dass die Restauration noch in situ ist, ergibt sich für den Beobachtungszeitraum ein Wert von 89 Prozent.²

Vollkronen

Hier ist die Datenlage dünner und die Zahlen fallen niedriger aus – das gehört zur ehrlichen Einordnung dazu. Eine prospektive Studie der Universität Leipzig verfolgte chairside gefertigte monolithische Lithiumdisilikat-Kronen im Seitenzahnbereich und ermittelte nach zehn Jahren eine Überlebensrate von 83,5 Prozent.³

Dieselbe Kohorte wurde nach 15 Jahren erneut untersucht: Die Überlebensrate lag dann bei 80,1 Prozent, die Erfolgsrate – also der Anteil vollständig komplikationsfreier Versorgungen – bei 64,2 Prozent.⁴ Die Fallzahl war mit 34 Kronen klein, weshalb diese Werte weniger belastbar sind als die Metaanalyse zu den Teilrestaurationen.

Was das für Sie bedeutet

Zwei Dinge lassen sich aus diesen Zahlen ableiten. Erstens: Eine Keramikrestauration ist eine langlebige, aber keine lebenslange Versorgung – wer nach 15 Jahren eine Erneuerung braucht, erlebt keinen Ausnahmefall. Zweitens: Substanzschonende Teilrestaurationen schneiden in den Untersuchungen besser ab als Vollkronen. Das ist einer der Gründe, warum wir eine Teilkrone empfehlen, wo sie möglich ist.

Alles Genannte sind Durchschnittswerte aus Studienkollektiven, keine Prognose für Ihren Einzelfall und keine Garantie. Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von Faktoren ab, die zum Teil in Ihrer Hand liegen:

Mundhygiene

Nicht die Keramik bekommt Karies, sondern der Zahn darunter am Kronenrand. Zahnseide oder Interdentalbürsten sind hier entscheidend.

Regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigung

Randbereiche lassen sich frühzeitig kontrollieren und nachpolieren. Zwei Termine im Jahr sind ein guter Richtwert.

Knirschen und Pressen

Bruxismus ist der häufigste Grund für Keramikfrakturen. Eine individuell angepasste Aufbissschiene ist in diesen Fällen keine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit.

Ernährung und Gewohnheiten

Nüsse knacken, Flaschen öffnen, an Stiften kauen – all das belastet Restaurationen überproportional.

Ein Nebeneffekt der Keramik: Sie nimmt praktisch keine Farbpigmente auf. Während Kunststofffüllungen nach Jahren mit Kaffee, Tee und Rotwein nachdunkeln, bleibt Keramik farbstabil.

Quellen

  1. Morimoto S, Rebello de Sampaio FBW, Braga MM, Sesma N, Özcan M. Survival Rate of Resin and Ceramic Inlays, Onlays, and Overlays: A Systematic Review and Meta-analysis. Journal of Dental Research. 2016;95(9):985–994. doi:10.1177/0022034516652848 · PubMed 27287305
  2. Reiss B. Clinical results of Cerec inlays in a dental practice over a period of 18 years. International Journal of Computerized Dentistry. 2006;9(1):11–22.
  3. Rauch A, Reich S, Dalchau L, Schierz O. Clinical survival of chair-side generated monolithic lithium disilicate crowns: 10-year results. Clinical Oral Investigations. 2018;22(4):1763–1769. doi:10.1007/s00784-017-2271-3 · PubMed 29103104
  4. Rauch A, Lorenz L, Reich S, Hahnel S, Schmutzler A, Schierz O. Long-term survival of monolithic tooth-supported lithium disilicate crowns fabricated using a chairside approach: 15-year results. Clinical Oral Investigations. 2023;27(7):3983–3991. doi:10.1007/s00784-023-05023-0
Stand der Recherche: August 2026. Wir prüfen die hier genannten Angaben regelmäßig und aktualisieren sie, wenn neue Daten vorliegen.

Kosten und Erstattung durch die Krankenkasse

Was eine Versorgung kostet, hängt vom Befund ab: welcher Zahn, wie groß der Defekt, welches Material, wie hoch der Aufwand. Eine seriöse Zahl kann daher erst nach der Untersuchung genannt werden – und zwar schriftlich, bevor irgendetwas beginnt.

Der Heil- und Kostenplan

Vor jeder Zahnersatzbehandlung – also bei Kronen, Teilkronen und Brücken – erstellen wir einen Heil- und Kostenplan. Darin steht, welche Leistungen geplant sind, was die Krankenkasse übernimmt und welcher Eigenanteil auf Sie zukommt.

Wir reichen ihn für Sie bei Ihrer Kasse ein und erhalten ihn bewilligt zurück. Erst danach beginnt die Behandlung.

Sie wissen also vorher genau, woran Sie sind. Bei Inlays gilt ein anderer Weg – dazu weiter unten mehr; auch hier bekommen Sie die Kosten selbstverständlich vorab schriftlich.

Gesetzlich Versicherte

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei Zahnersatz einen befundbezogenen Festzuschuss. Dieser orientiert sich an der sogenannten Regelversorgung – der medizinisch ausreichenden Standardlösung für den jeweiligen Befund. Entscheiden Sie sich für eine höherwertige Versorgung wie eine Vollkeramikkrone, bleibt der Zuschuss erhalten; Sie tragen lediglich die Differenz.

Der Zuschuss erhöht sich, wenn Sie Ihr Bonusheft lückenlos geführt haben: bei fünf Jahren regelmäßiger Vorsorge steigt er, bei zehn Jahren nochmals. Es lohnt sich also ganz konkret, den jährlichen Kontrolltermin nicht ausfallen zu lassen. Für Versicherte mit geringem Einkommen greift zudem die Härtefallregelung, bei der die Regelversorgung vollständig übernommen wird.

Der Unterschied zwischen Teilkrone und Inlay bei der Abrechnung

Hier gibt es einen Punkt, den viele Praxen ungenau darstellen und der für Ihren Eigenanteil einen deutlichen Unterschied macht:

Teilkronen zählen zum Zahnersatz. Sie werden über den Heil- und Kostenplan abgerechnet und Sie erhalten dafür den befundbezogenen Festzuschuss Ihrer Kasse – einschließlich der Erhöhung durch Ihr Bonusheft. Entscheiden Sie sich für die vollkeramische Ausführung, bleibt der Zuschuss erhalten; Sie tragen die Mehrkosten gegenüber der Regelversorgung.

Inlays laufen dagegen über die Füllungstherapie. Sie gehören nicht zum Zahnersatz und werden daher auch nicht über einen Heil- und Kostenplan bezuschusst. Ihre Kasse trägt den Anteil, der einer vergleichbaren Füllung entspricht; die Differenz zum Keramikinlay rechnen wir privat mit Ihnen ab. Der Eigenanteil fällt hier prozentual höher aus als bei einer Teilkrone.

Was in Ihrem Fall die medizinisch sinnvollere Versorgung ist, entscheidet der Befund – nicht die Abrechnung. Wir sagen Ihnen aber vorab klar, welche Variante wir empfehlen und was sie jeweils kostet.

Privat Versicherte und Zusatzversicherungen

Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif häufig einen Großteil der Kosten. Auch viele Zahnzusatzversicherungen übernehmen einen erheblichen Teil des Eigenanteils bei hochwertigem Zahnersatz. Reichen Sie unseren Kostenplan vorab bei Ihrer Versicherung ein – dann haben Sie Klarheit über die Erstattung, bevor Sie sich entscheiden.

Was das Verfahren zusätzlich spart

Neben den reinen Behandlungskosten fallen weitere Positionen weg oder geringer aus: die Anfertigung eines Provisoriums, ein zweiter Anfahrtsweg, ein zweiter Arbeitsausfall. Bei Patientinnen und Patienten, die aus dem Umland oder von weiter her anreisen, ist das ein spürbarer Faktor.

So pflegen Sie Ihren neuen Zahnersatz

Die gute Nachricht: nichts Exotisches. Keramikrestaurationen werden gepflegt wie natürliche Zähne.

Zahnpflege
  • Zweimal täglich putzen, mindestens zwei Minuten, mit weicher bis mittelharter Bürste und fluoridhaltiger Zahnpasta. Stark abrasive Whitening-Pasten sind unnötig und können Politur und Zahnfleischsaum belasten.
  • Täglich die Zwischenräume reinigen – mit Zahnseide oder Interdentalbürsten in der passenden Größe. Der Übergang zwischen Krone und Zahn ist die kritische Zone.
  • Zwei Kontrolltermine pro Jahr, kombiniert mit einer professionellen Zahnreinigung. Dabei prüfen wir Randschluss, Kontaktpunkte und Biss.
  • Bei Knirschen: Schiene tragen. Konsequent, nicht gelegentlich.
    Keine Zweckentfremdung. Zähne sind keine Werkzeuge.

Ein Hinweis zur Farbe: Keramik lässt sich nicht aufhellen. Wenn Sie ohnehin eine Zahnaufhellung planen, sollte diese vor der Anfertigung erfolgen – die Restauration wird dann farblich auf das aufgehellte Ergebnis abgestimmt. Umgekehrt bliebe die Krone in der alten Farbe zurück, während die Nachbarzähne heller werden.

Ihre Zahnarztpraxis in Düsseldorf-Golzheim

Sie finden uns in der Rossstraße 92 in 40476 Düsseldorf, im Stadtteil Golzheim zwischen Rheinpark und Nordfriedhof.

Aus der Innenstadt, aus Pempelfort, Derendorf, Stockum, Lohausen und Oberkassel sind Sie in wenigen Minuten bei uns; auch aus Meerbusch, Neuss und Ratingen ist die Anfahrt unkompliziert.

Die Praxis ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Unser Anspruch als Praxis für digitale Zahnheilkunde:

Technik dort einsetzen, wo sie Behandlungen präziser, schneller oder angenehmer macht – nicht um ihrer selbst willen.

Das eigene Labor mit Intraoralscanner, Konstruktionssoftware, Schleifeinheit und Sinterofen ist dafür die Grundlage.

Wer dahintersteht, sehen Sie auf der Seite unser Team.

Sprechzeiten

Montag – Donnerstag:
08:00 – 18:00 Uhr

Freitag:
08:00 – 14:00 Uhr

Samstag nach Vereinbarung

Telefonisch persönlich erreichbar

Montag – Donnerstag:
09:00 – 13:00 Uhr

Außerhalb dieser Zeiten nimmt unsere KI-gestützte Telefonassistenz Ihre Terminwünsche und Anfragen entgegen – Sie sprechen also nie ins Leere.

Ist ein Zahn abgebrochen oder haben Sie akute Beschwerden? Informationen zu unserer kurzfristigen Versorgung finden Sie unter Notdienst.

Häufige Fragen zum Zahnersatz an einem Tag

Für eine einzelne Krone oder Teilkrone planen Sie etwa 90 bis 150 Minuten ein, inklusive aller Wartezeiten während des Fräsens. Bei mehreren Zähnen verlängert sich der Termin, aber nicht proportional – Scan und Konstruktion erfolgen gemeinsam.

Nein. Die Kamera berührt die Zähne nur leicht, es wird nichts eingefüllt und nichts muss aushärten. Für Menschen mit starkem Würgereiz ist das oft der überzeugendste Vorteil des Verfahrens.

Nein. Sie können sich im Wartebereich aufhalten, etwas trinken oder – wenn Sie mögen – im Labor zusehen, wie Ihre Restauration entsteht. Viele finden das erstaunlich unterhaltsam.

Ja. Langzeituntersuchungen zeigen für CAD/CAM-gefertigte Keramikrestaurationen Ergebnisse, die klassischen laborgefertigten Versorgungen entsprechen. Die Fertigungsdauer sagt nichts über die Qualität aus – entscheidend sind Material, Passung und die Sorgfalt beim Einsetzen.

In aller Regel nicht. Vollkeramik hat ähnliche lichtoptische Eigenschaften wie Zahnschmelz. Wir stimmen Farbe, Transluzenz und Oberflächenstruktur individuell ab. Im Frontzahnbereich mit besonders hohen Ansprüchen besprechen wir, ob eine zusätzlich geschichtete Lösung sinnvoller ist.

Ja. Nach dem adhäsiven Einsetzen ist die Verbindung sofort voll belastbar. Warten Sie lediglich, bis die Betäubung nachgelassen hat – sonst besteht die Gefahr, sich auf Wange oder Zunge zu beißen.

Die Zahnpräparation erfolgt unter lokaler Betäubung und ist schmerzfrei. Eine leichte Empfindlichkeit auf Kälte in den Tagen danach ist normal, besonders bei vitalen Zähnen, und klingt üblicherweise von selbst ab.

Nein. Alle eingesetzten Materialien sind vollkeramisch und metallfrei – auch für Menschen mit bekannten Metallunverträglichkeiten geeignet.

Bei Kronen und Teilkronen zahlen gesetzliche Kassen einen befundbezogenen Festzuschuss über den Heil- und Kostenplan, der sich mit lückenlos geführtem Bonusheft erhöht. Inlays gehören dagegen zur Füllungstherapie und werden nicht über einen Heil- und Kostenplan bezuschusst – hier trägt die Kasse den Anteil einer vergleichbaren Füllung. Den genauen Eigenanteil weisen wir Ihnen in jedem Fall vorab schriftlich aus. Private Versicherungen und Zahnzusatzversicherungen erstatten je nach Tarif häufig deutlich mehr.

Das ist ein anderes Verfahren mit eigenen Voraussetzungen. Nach einer Implantation ist meist eine Einheilphase erforderlich. Sprechen Sie uns an – wir prüfen individuell, was in Ihrem Fall möglich ist.

Kleinere Brücken über eine Lücke sind je nach Befund und Material möglich. Weitspannige Brücken und herausnehmbarer Zahnersatz erfordern den klassischen labortechnischen Weg.

Kleinere Absplitterungen lassen sich oft direkt im Mund reparieren und polieren. Bei größeren Schäden fertigen wir Ersatz an – dank gespeicherter Scandaten meist unkompliziert. Kommen Frakturen wiederholt vor, suchen wir nach der Ursache; sehr häufig ist es nächtliches Knirschen.

Termin vereinbaren

Sie haben einen defekten Zahn, eine alte Füllung, die erneuert werden sollte, oder möchten wissen, ob eine Versorgung an einem Tag für Sie infrage kommt? Wir schauen uns Ihren Befund in Ruhe an und besprechen offen, welche Möglichkeiten es gibt – einschließlich der Frage, ob ein anderes Vorgehen für Sie das bessere wäre..