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Neue Möglichkeiten gegen Parodontitis: Zahnverluste effektiv verhindern

Allgemein 20. Oktober 2017

Eine Parodontitis – oftmals auch als Parodontose bezeichnet – ist eine akute oder chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Es handelt sich hierbei zunächst nicht um eine direkte Erkrankung bestimmter Zähne, sondern vielmehr um einen pathologischen Zustand am und im Gewebe. Da die im betroffenen Bereich befindlichen Zähne jedoch vom Kieferknochen ernährt und gehalten werden, ist eine Parodontitis außerordentlich gefährlich. Wird die Erkrankung nicht zeitnah behandelt, kommt es irgendwann zur Lockerung der Zähne und letztlich zum Zahnverlust.

 

Viele Ursachen

Für die Entstehung von Parodontitis kann eine ganze Reihe von Ursachen verantwortlich sein. Neben Rauchen oder mangelhafter Mundhygiene kommen dabei chronische Erkrankungen wie beispielsweise ein Diabetes infrage. Auch wird eine genetisch bedingte Anfälligkeit seit längerem diskutiert. Vielfach sind zudem verschiedene Bakterien, die sich auf dem Zahnbelag ansammeln und Plaque bilden, bei der Entstehung beteiligt. Dabei scheiden die Keime bestimmte Stoffwechselprodukte, insbesondere Säuren und Giftstoffe aus, welche Zähne und Zahnfleisch angreifen und letztlich zu einer Entzündung führen. Durch die dabei entstehende Schwellung bildet sich ein Zwischenraum zwischen Zahn und Zahnfleisch – die sogenannte Zahnfleischtasche. Schreitet die Erkrankung unbehandelt fort, wird eine Entzündung des Zahnbettes begünstigt und der Knochen angegriffen.

 

Zahnfleischbluten ist oft das erste Anzeichen

Das Tückische an einer Parodontitis ist die Tatsache, dass diese Erkrankung lange Zeit keine Beschwerden verursacht. Daher wird sie durch den Betroffenen oft erst relativ spät bemerkt. Als auffälligstes und oft auch erstes Anzeichen gilt Zahnfleischbluten. Aufgrund einer lokalen Entzündungsreaktion kommt es zur verstärkten Durchblutung im betroffenen Zahnbereich; die Wände der Gefäße werden durchlässiger und es treten leichte Blutungen auf. Zumeist werden diese beim Zähneputzen, bei der Verwendung von Zahnseide oder auch beim Biss in einen härteren Apfel ausgelöst. Im fortgeschrittenen Stadium der Parodontitis kann unter Umständen bereits das Zerkauen normaler Nahrung zu einer unmittelbaren Blutung führen. Hier sind für gewöhnlich auch bereits die Zahnhälse sichtbar freigelegt; die Zähne sehen „länger“ aus.

Auch wenn dieser Zustand bei Ihnen noch nicht erreicht ist, sollten Sie beim wiederholten Auftreten von Zahnfleischbluten einen Zahnarzt aufsuchen. Im Zuge einer einfachen und schmerzfreien Vorsorgeuntersuchung lässt sich rasch feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt oder nicht. In unserer Praxis erhalten Sie für derartige Untersuchungen in aller Regel kurzfristig einen Termin.

 

Neue Behandlungsmöglichkeiten bei Parodontitis

Neben Zahnfleischbluten kann auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber heißen, kalten, süßen oder sauren Lebensmitteln ein Hinweis auf das Vorliegen von Parodontitis sein. Ferner gehört Mundgeruch zu den bei dieser Erkrankung vermehrt zu beobachtenden Symptomen. In jedem Fall empfiehlt sich bei derartigen Erscheinungen eine rasche Vorstellung in der zahnärztlichen Praxis. Nur so kann eine weitere Verschlechterung des Zustandes im Mundbereich verhindert werden.

Zögern Sie deshalb nicht, sich beim Verdacht auf eine Parodontitis möglichst umgehend vertrauensvoll an unser Team zu wenden. Wie bei grundsätzlich allen Behandlungen setzen wir auch bei der Parodontitis-Therapie auf schonende Maßnahmen und wenden traditionelle Verfahren genauso an wie moderne Behandlungsvarianten. Gern informieren wir Sie eingehend über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und stellen Ihnen neue Verfahren wie den Einsatz von Laser-Technik in der manuellen Parodontal-Behandlung beziehungsweise die Anwendung von Schmelz-Matrix-Proteinen vor. Dabei gibt es allerdings zu beachten, dass nicht jedes neue Verfahren sich uneingeschränkt für sämtliche Patienten eignet, sondern stets individuell entschieden werden muss, wie die Parodontitis am besten beseitigt werden kann.

Übrigens: Wurde die Parodontitis bei Ihnen bereits erfolgreich bekämpft, kann durch die zahnmedizinische Prophylaxeassistentin unserer Praxis eine unterstützende Parodontal-Therapie vorgenommen werden. So lässt sich mit gezielter Nachsorge wirksam verhindern, dass Sie einen Rückfall erleiden.

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